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Fernsehtipps

Fernsehinfos vom 12. bis zum 25.10.2019

Sa, 12.10., arte 19:30 Uhr:
Die Schwurjungfrau und das Mädchen, D 2018 (Reportage über eine
Tradition in einem Bergdorf in Albanien, in der der weibliche Nachwuchs
als Mann und Familienoberhaupt leben muss, wenn kein männliches Kind
geboren wurde)

Sa, 12.10., 3sat 23:00 Uhr:
Im Reich der Sinne, Japan/FRA 1976, R: Nagisa Oshima** (Am Rande der
Haupthandlung dieses Beischlafklassikers, in der ein Heteropaar seinem
Begehren bis zur Kastration nachgibt, vergewaltigen zwei Frauen eine andere)

Sa, 12.10., RBB 23:30 Uhr:
Mother's Day – Liebe ist kein Kinderspiel, USA 2016, R: Garry Marshall
(Verschiedene, miteinander lose verwobene Episoden zentrieren sich auf
romantisch-komödiantische Ereignisse am und zum Muttertag – dazu
unüberhörbare rassistische Späße eines Elternpaares: Wo sollte der Stuss
noch gleich witzig sein??)


So, 13.10., 3sat 13:30 Uhr:
Das Wirtshaus im Spessart, BRD 1957, R: Kurt Hoffmann+ (Komtess
Franziska [Liselotte Pulver] schlägt sich nach ihrer Geiselnahme auf die
Seite der Spessart-Räuber und mischt sich in Männerkleidern unter die
illustre Schar um den Räuberhauptmann [Carlos Thompson]. Nettes, aber
belangloses Spiel mit Geschlechterrollen und Moral. Anlässlich des 90.
Geburtstags von Liselotte Pulver am 11. Oktober 2019!)

So, 13.10., SRF1 17:25 Uhr:
Cuntrasts, Schweiz 2019 (Yv E. Nay berichtet über Forschungsergebnisse
im Bereich der Rechte von LGBT, gleichgeschlechtlichen Eltern und
Transpersonen)

So, 13.10., ProSieben 20:15 Uhr:
Ghost in the Shell, USA/UK 2017, R: Rupert Sanders* (Remake der
Comic-Verfilmung von 1995: Nachdem sie in einem Unfall beinah ihr Leben
gelassen hätte, wird Mila Kilian [Scarlett Johansson] mit künstlichen
Ersatzteilen zu einem weiblichen Cyborg, der Verbrecher jagt. Sie küsst
auch schon mal eine Frau)

So, 13.10., ONE 20:15 Uhr:
Halbe Hundert, D 2012, R: Matthias Tiefenbacher* (Drei Frauen um die
fünfzig (Martina Gedeck, Johanna Gastdorf und Leslie Malton) kämpfen
gegen die Fiesheiten der Wechseljahre und die Trägheit der Männer.
Hetenlastige Beziehungskomödie, die mit ein paar Junglesben als Gag
aufwartet)

So, 13.10., SIXX 22:15 Uhr:
Eiskalte Engel, USA 1999, R: Roger Kumble** (Intrigante Geschwister
versüßen sich die Tage am College mit ausgeklügelten Gemeinheiten. Dafür
bringt Kathryn [Sarah Michelle Gellar] auch schon mal der naiven jungen
Cecile [Selma Blair] das Küssen bei. Modernisierte „Gefährliche
Liebschaften“-Fassung nach Choderlos de Laclos)


Mo, 14.10., arte 22:00 Uhr:
Sonnenallee, D 1999, R: Leander Haußmann* (Die DDR der Achtziger als
Unterhaltungsfilm … Auf einer turbulenten Party in der „Sonnenallee“
setzt ein Lesbenpaar Mischas Wohnung unter Wasser)

Di, 15.10., HR 22:30 Uhr:
Carolin Kebekus: Pussy Terror, D 2019 (Freche Sketch-Comedy, u. a.
Sketch mit lesbischem Bezug)


Fr, 18.10., SRF2 20:10 Uhr:
R.E.D. – Älter, härter, besser, USA 2010, R: Robert Schwentke+ (Ironisch
gemeinter Agenten-Thriller mit RentnerInnengang: Bruce Willis, Helen
Mirren, Morgan Freeman legen den Bösewichtern das Handwerk und retten
auch noch Mary-Louise Parker, die zwischendurch fälschlicherweise für
lesbisch gehalten wird. Streckenweise unterhaltsam – Helen Mirren allemal!)

Fr, 18.10., ProSieben 22:50 Uhr:
300, USA 2006, R: Zack Snyder+ (Verfilmung des historisierenden Cartoons
von Frank Miller, der sich auf eine Schlacht bezieht, die sich 480 v.
Chr. zwischen Spartanern und Persern ereignet hat: überflüssiger
kriegsverherrlichender Meuchelfilm, der auch einen persischen
Klischee-Harem mit einander befingernden Frauen zeigt)


So, 20.10., arte 10:55 Uhr:
Vox Pop: Homosexualität: Beunruhigende Konversionstherapien, R: Nicolas
Thepot (Gesellschaftsmagazin mit unterschiedlichen Themen, u. a. geht es
um die nicht aussterbende Behauptung, Homosexualität sei eine
therapierbare Krankheit)

Mo, 21.10., HR 00:00 Uhr:
Carol, USA/UK 2015, R: Todd Haynes, Vorlage: Patricia Highsmith********
(Eine junge Verkäuferin [Rooney Mara] verliebt sich in den 1950er Jahren
in die mondäne und verheiratete Carol [Cate Blanchett], die kurze Zeit
später von ihrem Mann mit einer Sorgerechtsklage wegen unmoralischen
Lebenswandels drangsaliert wird. Carol steht dazu, distanziert sich aber
– wie der Gatte verlangt – von Therese … Klasse gespielt und inszeniert
– ein echtes Highlight!)

Di, 22.10., WDR 22:10 Uhr:
Unser Kind, D 2018, R: Nana Neul******** (Was passiert, wenn in einem
lesbischen Ehebund die leibliche Mutter des gemeinsamen Kindes stirbt?
Dann könnte der Samenspender vor der Witwe Anspruch auf das Sorgerecht
erheben … Tja, so viel zur scheinbar vollzogenen Gleichstellung …
Lesben-Drama um Ehe und Familie)


Mi, 23.10., ORF1 20:15 Uhr:
Ziemlich beste Freunde, Frankreich 2011, R: Olivier Nakache, Eric
Toledano* (Der gelähmte Philippe [François Cluzet] freundet sich mit
seinem neuen Assistenten, dem Senegalesen Drisse [Omar Sy] an. Philippes
Sekretärin Magalie [Audrey Fleurot] lebt lesbisch. – Warum aus dem
Assistenten, der ein Algerier war, ein Senegalese werden musste, lässt
sich in der vom Kinopublikum innig geliebten Verfilmung auf den ersten
Blick nicht erkennen …)

Mi, 23.10., Tele5 00:10 Uhr:
Düstere Legenden 2, USA 2000, R: John Ottman* (An einer Filmschule
vermischen sich bei einem Dreh inszenierte Szenen mit realen Leichen.
Ein turtelnder Kameramann wird von seiner Angebeteten abgewiesen, weil
er kein Mädchen ist. Ansonsten hirnlose Aneinanderreihung üblicher
Horroreffekte.)


Do, 24.10., 3sat 22:25 Uhr:
Side Effects – Tödliche Nebenwirkungen, USA 2013, R: Steven
Soderbergh*** (Die neuen Psychopharmaka, die ein Psychotherapeut [Jude
Law] seiner Patientin [Rooney Mara] verschreibt, scheinen diese zu einer
mordenden Bestie zu machen. Was hat die Therapeutin Victoria [Catherine
Zeta-Jones] damit zu tun? Und welche Figur verkörpert hier wohl wieder
das Böse??)

Do, 24.10., ServusTV 20:15 Uhr:
Dr. T and the Women, USA 2000, R: Robert Altman**** (Dr. Sullivan
Travis, „Dr. T” [Richard Gere] ist ein erfolgreicher Frauenarzt mit
einem abwechslungsreichen (Sexual-)Leben. Seine perfekte Welt beginnt zu
bröckeln, als seine Frau [Farrah Fawcett] den Verstand verliert, seine
älteste Tochter [Kate Hudson] während ihrer Hochzeit mit ihrer Geliebten
[Liv Tyler] durchbrennt und auch seine eigene Geliebte [supercoool:
Helen Hunt] ihn verlässt, weil er ihr zu langweilig geworden ist …
Sehenswert und klug!)

 

 



++++GRUNDSÄTZLICHE INFOS++++
- Die Fernsehtipps entstanden ca. Anfang 2007 als Service für
Freundinnen. Inhaltsangaben und Wertungen spiegeln meine persönliche
Meinung wider – und meinen Humor …

- Zurzeit befinden sich im Fernsehtipp-Verteiler über 120
Privatpersonen, Initiativen und Institutionen (von Dresden bis
Saarbrücken; von Kiel bis Tübingen), die jeweils ihre Verteiler damit
bedienen. Veröffentlichungen sollten bitte mit mir abgesprochen werden.
Derzeit sind die Tipps hier nachlesbar:
http://www.checkpoint-sb.de/checkpoint/gruppen/cinedames/filmtipp/;
http://www.achtbar-tuebingen.de/index.php/content/view/328/84/;
http://www.phenomenelle.de; www.lespress.de

- Die Tipps bekommt ihr in der Regel im Zwei-Wochen-Rhythmus und
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- Bis 04:30 Uhr morgens ordne ich alle Sendungen dem Vortag zu.

- Bis auf ganz wenige Ausnahmen berücksichtige ich keine Serien und
keine unmittelbaren Wiederholungen! Selten oder erstmals im TV gezeigte
Produktionen kennzeichne ich mit „NEU“.

- Regelmäßig aktualisierte Listen zu lesbischer Liebe in deutschen,
deutschsprachigen oder koproduzierten Spielfilmen, Dokumentationen,
Reportagen und Talkshows findet ihr unter „Lesben & Film“ auf
www.lesbengeschichte.org.

- Der Sternchenbewertung im Spielfilmbereich liegen folgende
Kategorisierungen zugrunde:

Wertung nach dem Sternchenprinzip

* * * * * * * * 8 Sterne: Lesbisches macht mehr als 90 Prozent der
Handlung aus. Ohne dies würde der Plot nicht mehr funktionieren.
Lesbischsein/“Anderssein“ wird hier nicht negativ bewertet.

* * * * * * * 7 Sterne: Es geht überwiegend um lesbisch handelnde
Frauen. Sie erhalten selbstverständliche Dominanz innerhalb des auch
anderes ausführenden Handlungsstrangs.

* * * * * * 6 Sterne: Neben der Hauptthematik ist mindestens ein
dominanter Handlungsstrang mit lesbischen Frauen vorhanden und unübersehbar!

* * * * * 5 Sterne: Implizit eindeutig lesbischer Tenor, die Geschichte
wirkt jedoch etwas gebremst oder dient lediglich dazu, das Thema
süffisant auszuschlachten.

* * * * 4 Sterne: (Nebenrollen-)Lesben oder lesbische Affären werden
sind deutlich sichtbar und über einige Sequenzen des Films präsent.

* * * 3 Sterne: Innige/intensive Freundschaft oder Hassliebe mit
lesbischen Möglichkeiten oder Ansätzen, die selten verfolgt werden.

* * 2 Sterne: Es taucht mal „etwas Lesbisches“ auf, wird erwähnt oder
gezeigt; mal ein Kuss, mal ein tiefer Blick oder eine eindeutige Anmache ...

* 1 Stern: So wenig Lesbisches ist hier drin, dass es immer wieder zu
übersehen ist!

+: (Queere) Andeutungen und/oder Zwischentöne, Trans*-Darstellungen oder
sog. Hosenrollen.

© Ingeborg Boxhammer (Bonn 2005/2019)