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Fernsehtipps

Hallo in die Runde,

Feiertage sind im Anrollen - und mit ihnen ein Filmfeuerwerk, mit dem
sich die Sender wieder mal übertreffen wollen. Beim genaueren Hinsehen
entpuppt sich alles als Wiederholung und/oder zweite Wahl. Trotzdem
solltet ihr vielleicht den Film der Feministinnen Delphine Seyrig
(1932-1990) und Carole Roussopoulos (1945-2009) gucken, der in den
1970er Jahren entstanden ist und sich mit "Nouvelle Vague & Feminismus"
beschäftigt (Mi, 17.4., arte 23:25 Uhr).
Einer meiner Lieblingsfilme läuft Ostermontag, 22.4., 3sat 15:55 Uhr:
Sein Mädchen für besondere Fälle (His Girl Friday), USA 1940, R: Howard
Hawks: Die buchstäblich umwerfende und unwiderstehliche Rosalind Russell
will heiraten und ihren Job als Journalistin an den Nagel hängen, aber
Cary Grant als ihr Chef lässt nichts unversucht, um sie zu halten ...

Bis bald

Ingeborg

Fernsehinfos vom 13. bis 26.4.2019

Sa, 13.4., Vox 20:15 Uhr:
40 Jahre Whitney Houston – Die tragische Geschichte der Queen of Pop,
2018 (Anlass zur Doku ist der 40. Jahrestag ihres Hits „Life is a
party“. Nur wenig Infos zu diesem Feature über Whitney Houston
(1963-2012) zu finden; ich bin skeptisch, ob ihr lesbisches Leben hier
Thema wird)

Sa, 13.4., ARD 01:15 Uhr:
Der Wolf: Tote Hunde beißen nicht, DK/Norwegen 2008***** (Detektiv Varg
Veum muss eine aufstrebende konservative Politikerin beschützen, die
bedroht wurde und außerdem seit zwei Jahren eine heimliche Geliebte hat
– was sie öffentlich leugnet … Halbwegs spannender Krimi)


So, 14.4., SRF1 23:10 Uhr: N E U !
Chavela, Mexiko/Spanien 2017, R: Catherine Gund und Daresha Kyi
(Aufschlussreiches und unterhaltsames Porträt der mexikanischen
lesbischen Sängerin Chavela Vargas (1919-2012)

Mo, 15.4., WDR 00:05 Uhr:
Blau ist eine warme Farbe, Frankreich/Belgien/Spanien 2013, R:
Abdellativ Kechiche, Comicvorlage: Julie Maroh******** (Die turbulente
und sexszenenreiche Liebesgeschichte zwischen Adèle [Adèle
Exarchopoulos] und Emma [Léa Seydoux] – der umstrittene Film gewann die
Goldene Palme in Cannes)


Di, 16.4., arte 13:40 Uhr:
Die schwarze Witwe, USA 1987, R: Bob Rafelson**** (Die mordende
Heiratsschwindlerin Catherine [Theresa Russell] wird von der smarten
Agentin Alexandra [Debra Winger] gejagt. In der gegenseitigen
Faszination verwischen mitunter die Grenzen von Jagender und Gejagter.
Nicht unerotisch. Nur Sami Frey stört.)

Di, 16.4., DisneyChannel 20:15 Uhr:
Juno, USA 2007, R: Jason Reitman+ (Als eine Sechzehnjährige [Ellen
Page!] schwanger wird, entscheidet sie, ihr Kind geeigneten Pflegeeltern
zu überlassen. Bei der Suche nach den Richtigen zieht sie auch
kurzzeitig ein Lesbenpaar in Betracht)

Di, 16.4., WDR 22:10 Uhr:
Tödliche Geheimnisse – Jagd in Kapstadt, D 2017, R: Sherry Hormann
(Fortsetzung des Polit-Thrillers um den TTIP-Betrug, den Journalistin
Rommy [Nina Kunzendorf] und Redakteurin Karin [Anke Engelke] an die
Öffentlichkeit bringen wollen)


Mi, 17.4., ORF2 20:15 Uhr:
Ich bin dann mal weg, D 2015, R: Julia von Heinz+ (Verfilmung seines
autobiografischen Bestsellers: Als der schwule Entertainer Hape
Kerkeling (Devid Striesow) bei einem Bühnenauftritt einen Schwächeanfall
erleidet, wählt er für seine Auszeit den Jakobsweg und bleibt
währenddessen mit seiner lesbischen Agentin Dörte (Annette Frier) in
Kontakt. Alles ein wenig lau.)


Do, 18.4., MDR 22:05 Uhr:
Lotte am Bauhaus, D 2019, R: Gregor Schnitzler*** (Der Film entwickelt
anhand einer fiktiven Person, der Zeichnerin und Tischlerin Lotte
Brendel (Alicia von Rittberg), die Geschichte einer jungen Frau, die
sich 1923 gegen den Willen ihrer traditionsbewussten Eltern die
Kunstschule des Weimarer Bauhauses besucht. Die Malerin und
Innenarchitektin Friedl Dicker (1898-1944 Auschwitz) wird hier als junge
rebellische Frau inszeniert, die sich für Lotte interessiert, gern
Frauen küsst und ebenso gern Hosen trägt.)

Do, 18.4., PHOENIX 22:15 Uhr:
Christina Wasa – Die wilde Königin, D 2015, (Film über das Leben Königin
Christinas von Schweden (1626-1689), der unangepassten queeren Regentin,
die Greta Garbo in „Königin Christine“ (1933) darstellte)


Fr, 19.4., RBB 22:05 Uhr:
Ziemlich beste Freunde, Frankreich 2011, R: Olivier Nakache, Eric
Toledano* (Der gelähmte Philippe [François Cluzet] freundet sich mit
seinem neuen Assistenten, dem Senegalesen Drisse [Omar Sy] an. Philippes
Sekretärin Magalie [Audrey Fleurot] lebt lesbisch. – Warum aus dem
Assistenten, der ein Algerier war, ein Senegalese werden musste, lässt
sich in der vom Kinopublikum innig geliebten Verfilmung auf den ersten
Blick nicht erkennen …)

Fr, 19.4., ZDFneo 23:00 Uhr:
Bram Stoker’s Dracula, USA 1992, R: Francis Ford Coppola* (Jonathan
Harker [Keanu Reeves] verliert seine geliebte Mina [Winona Ryder] an
Graf Dracula [Gary Oldman], der in ihr seine vor Jahrhunderten
verstorbene Frau wiederzuerkennen glaubt. Jonathan wird Opfer
mysteriöser Frauen, die sich nicht nur an ihm, sondern auch aneinander
erfreuen; ein Unwetter drängt Mina und ihre Freundin Lucy [Sadie Frost]
zu einem Kuss … Elegant gefilmte Schauermär)


Sa, 20.4., Tele5 20:15 Uhr:
Das Märchen der Märchen, ITA/FRA/UK 2015, R: Matteo Garrone (Drei
Märchen werden parallel erzählt und lose miteinander verwoben. Mit
dabei: Salma Hayek. Soll wilden Lesbensex in einer Kutsche geben …)

Sa, 20.4., ServusTV 21:45 Uhr:
Tod auf dem Nil, UK 1977, R: John Guillermin+ (Hercule Porree ---
pardonnez-moi, Poirot! [Peter Ustinov] ermittelt auf einem Nildampfer,
auf dem ein Mord verübt wurde. Dabei beobachtet er auch die Witwe Mrs.
Van Schuyler [Bette Davis] und die ihr in einer Art Hassliebe verbundene
Gesellschafterin (?!) Miss Bowers [Maggie Smith] …)

Sa, 20.4., arte 22:35 Uhr:
Die geheime Welt der Zwillinge, UK/D 2016 (Die Doku porträtiert
verschiedene Zwillingspaare; darunter auch zwei Schwestern, von denen
eine lesbisch lebte und dann eine Geschlechtsangleichung vornehmen ließ.)


So, 21.4., SRF2 22:05 Uhr:
Vier Hochzeiten und ein Todesfall, UK 1994, R: Mike Newell+ (Charles
[Hugh Grant] verliebt sich in Carrie [talentfreier Hutständer: Andie
McDowell], kriegt sie aber erst nach mehreren Hochzeiten und einer
Beerdigung. Fiona [charming: Kristin Scott Thomas], eine aus seiner
Clique, räumt bei einer Nachfrage ein, sie sei mal 15 Minuten lang
„Lesbierin“ gewesen, das würde wohl aber nicht zählen. Über weite
Strecken unterhaltsame Heterokomödie)

Mo, 22.4., Vox 16:15 Uhr:
Coyote Ugly, USA 2000, R: David McNall+ („Ugly“ ist hier vor allem die
ausbeuterische Story: Piper Perabo macht Karriere, indem sie halbnackt
auf der Theke tanzt und von einer Kollegin wird sie mal kurz für
lesbisch gehalten– verlogene Hetenkomödie)

Mi, 24.4., HR 12:50 Uhr:
Mamas Flitterwochen, D 2008, R: Thomas Jacob** (Urgghhh … Diese
unsägliche Familienpropaganda (3. Teil!) kriecht doch immer wieder aus
dem Keller hoch: Hier wird das Lesbische endlich getilgt und Tochter
Anja [Tina Ruland] scheint endlich wieder frei für den Vater ihres
Kindes. Menno, was für eine Zumutung!)

Do, 25.4., Vox 20:15 Uhr:
Die Eiskönigin – völlig unverfroren, USA 2013, R: Chris Buck, Jennifer
Lee+ (Trickfilm über die tiefe Liebe zwischen Schwestern; die mächtige
Eiskönigin Elsa endet nicht in den Armen irgendeines Prinzen, sondern
bleibt für sich. In ihr entdeckten selbsternannte Tugendschützer und
evangelikale Prediger lesbische Züge und den Verfall westlicher Werte,
vor denen es zu warnen galt … Haha!)

Fr, 26.4., ProSieben 22:30 Uhr:
V wie Vendetta, UK/USA/D 2006, R: James McTeigue** (Ein faschistischer
Großkanzler [John Hurt] beherrscht einen Überwachungsstaat, gegen den
ein mysteröser Gegenspieler, V [Hugo Weaving] antritt. In einer
Gefängnisszene lässt eine wegen ihres Lesbischseins inhaftierte Frau
ihre Zellennachbarin an ihrem Leben teilhaben … In Teilen spitzfindiges
Fantasydrama)


++++GRUNDSÄTZLICHE INFOS++++
- Die Fernsehtipps entstanden ca. Anfang 2007 als Service für
Freundinnen. Inhaltsangaben und Wertungen spiegeln meine persönliche
Meinung wider – und meinen Humor …

- Zurzeit befinden sich im Fernsehtipp-Verteiler über 120
Privatpersonen, Initiativen und Institutionen (von Dresden bis
Saarbrücken; von Kiel bis Tübingen), die jeweils ihre Verteiler damit
bedienen. Veröffentlichungen sollten bitte mit mir abgesprochen werden.
Derzeit sind die Tipps hier nachlesbar:
http://www.checkpoint-sb.de/checkpoint/gruppen/cinedames/filmtipp/;
http://www.achtbar-tuebingen.de/index.php/content/view/328/84/;
http://www.phenomenelle.de; www.lespress.de

- Die Tipps bekommt ihr in der Regel im Zwei-Wochen-Rhythmus und
UNENTGELTLICH. Sehr gerne könnt ihr aber hin und wieder etwas für
www.lesbengeschichte.org spenden und damit die Zukunft dieser Seiten
sichern: Ingeborg Boxhammer, Stichwort "Lesbengeschichte"
Sparkasse KölnBonn IBAN: DE 6637 0501 9803 0093 3579 BIC: COLSDE33XXX.

- Bis 04:30 Uhr morgens ordne ich alle Sendungen dem Vortag zu.

- Bis auf ganz wenige Ausnahmen berücksichtige ich keine Serien und
keine unmittelbaren Wiederholungen! Selten oder erstmals im TV gezeigte
Produktionen kennzeichne ich mit „NEU“.

- Regelmäßig aktualisierte Listen zu lesbischer Liebe in deutschen,
deutschsprachigen oder koproduzierten Spielfilmen, Dokumentationen,
Reportagen und Talkshows findet ihr unter „Lesben & Film“ auf
www.lesbengeschichte.org.

- Der Sternchenbewertung im Spielfilmbereich liegen folgende
Kategorisierungen zugrunde:

Wertung nach dem Sternchenprinzip

* * * * * * * * 8 Sterne: Lesbisches macht mehr als 90 Prozent der
Handlung aus. Ohne dies würde der Plot nicht mehr funktionieren.
Lesbischsein/“Anderssein“ wird hier nicht negativ bewertet.

* * * * * * * 7 Sterne: Es geht überwiegend um lesbisch handelnde
Frauen. Sie erhalten selbstverständliche Dominanz innerhalb des auch
anderes ausführenden Handlungsstrangs.

* * * * * * 6 Sterne: Neben der Hauptthematik ist mindestens ein
dominanter Handlungsstrang mit lesbischen Frauen vorhanden und unübersehbar!

* * * * * 5 Sterne: Implizit eindeutig lesbischer Tenor, die Geschichte
wirkt jedoch etwas gebremst oder dient lediglich dazu, das Thema
süffisant auszuschlachten.

* * * * 4 Sterne: (Nebenrollen-)Lesben oder lesbische Affären werden
sind deutlich sichtbar und über einige Sequenzen des Films präsent.

* * * 3 Sterne: Innige/intensive Freundschaft oder Hassliebe mit
lesbischen Möglichkeiten oder Ansätzen, die selten verfolgt werden.

* * 2 Sterne: Es taucht mal „etwas Lesbisches“ auf, wird erwähnt oder
gezeigt; mal ein Kuss, mal ein tiefer Blick oder eine eindeutige Anmache ...

* 1 Stern: So wenig Lesbisches ist hier drin, dass es immer wieder zu
übersehen ist!

+: (Queere) Andeutungen und/oder Zwischentöne, Trans*-Darstellungen oder
sog. Hosenrollen.

© Ingeborg Boxhammer (Bonn 2005/2019)